Natalia Avelon - In der Fotobox

 

Wie haben Sie sich für das ACTORSmagazine-Fotoshooting so locker gemacht?

Prinzipiell versuche ich, am Vorabend eines Shootings, nicht zu feiern. So professionell bin ich, dass ich sage, ich gehe früher zu Bett. Ich telefoniere vorher mit dem Fotografen, in diesem Fall kannte ich ihn bereits. Ich habe auch mit der Maskenbildnerin zusammen gearbeitet, die ich kenne.“

 

Wie wichtig ist das?

 „Vertrautheit ist mir sehr angenehm. Wenn ich in guten Händen bin, dann bin ich von vornherein entspannt. Beim Shooting kommt es auf die Chemie zwischen den Beteiligten an. Das ist schon die halbe Miete. In diesem Fall haben wir viel gelacht, Spaß gehabt und uns sehr gut verstanden.“

 

Spontanität ist für Sie wichtig?

 „Ich finde diese Fotokabinen tatsächlich sehr lustig. Wenn man mit Freunden unterwegs ist und spontan in so eine Fotobox reinspringt, macht das sehr viel Spaß und es kommen dabei immer sehr lustige Bilder heraus. Ich pinne sie im Arbeitszimmer an die Wand und erinnere mich immer wieder gerne an die schöne Zeit, die wir miteinander hatten. Toll, dass Boris, der ACTORSmagazine – Fotograf, die Idee mit der Fotobox hatte.“

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Was passiert mit Ihnen, wenn Sie sich auf Bildern sehen?

 „Wenn ich mir Fotos anschaue, schwelge ich dabei in Erinnerungen. Besonders an grauen Tagen macht es Spaß, mir Fotos von meiner letzten Los-Angeles-Reise oder dem letzten Beach-Bar-Besuch mit meiner Freundin anzuschauen. Sie zaubern bei mir immer wieder ein Lächeln und gute Laune hervor.“

 

Wie wichtig ist Mode für Sie? Welche Outfits mögen Sie?

Modisch habe ich mich mittlerweile, mit meinen 35 Jahren, weiter entwickelt. Früher war ich sehr praktisch veranlagt und habe nicht so viel Wert darauf gelegt, wie ich mich angezogen habe. Ich hatte einfach andere Prioritäten. Heute macht mir Mode sehr viel Spaß und ist berufsbedingt tatsächlich auch ein Teil meiner Ausdrucksform geworden.“

 

Warum?

Ich habe das Gefühl, dass Mode heutzutage immer wichtiger in unserer Social-Media-Gesellschaft wird. Fans und Teenager orientieren sich sehr an ihren Vorbildern, dazu gehören unter anderen eben auch Schauspieler und Sänger. Deswegen möchte ich nicht stehen bleiben, sondern mich mit dem Zeitgeist weiter entwickeln.“

 

Haben Sie denn einen Mode-Tick?

Ich liebe Schuhe, Hüte und Taschen. Mit diesen Accessoires kann man eine einfache Jeans und ein weißes T-Shirt immer wieder unglaublich aufwerten. High Heels geben dem ganzen noch eine gewisse Ästhetik dazu und verleihen den Frauen einen schönen, weiblichen Gang – und sie strecken das Bein!“

Haben Sie denn einen Mode-Tick?

Ich liebe Schuhe, Hüte und Taschen. Mit diesen Accessoires kann man eine einfache Jeans und ein weißes T-Shirt immer wieder unglaublich aufwerten. High Heels geben dem ganzen noch eine gewisse Ästhetik dazu und verleihen den Frauen einen schönen, weiblichen Gang – und sie strecken das Bein!“

 

Was ist für Sie ein modischer Fauxpas?

Ich habe festgestellt, dass Ballerinas bei vielen Frauen im Zusammenspiel mit Proportionen oder Gewicht nicht immer schmeichelhaft aussehen. Außerdem wirken die Beine in Ballerinas oft wie ,gestutzt‘.“

Was sind für Sie weitere No-Go's in der Mode?

Viele Leute regen sich zum Beispiel darüber auf, wenn sie eine Frau sehen, bei der die Fettröllchen an der Seite zu sehen sind. Aber ich denke mir, wenn sich diese Frau wohl fühlt und das auch ausstrahlt, wer bin ich denn, um darüber zu urteilen? Schlimmer finde ich die Freizügigkeit, die heutzutage alltäglich geworden ist. Man hat unlängst einmal Veranstaltungen der Film-, Musik- und Pornobranche miteinander verglichen, und dabei festgestellt, dass Porno-Darstellerinnen mittlerweile viel weniger nackte Haut zeigen, als Sängerinnen und Schauspielerinnen auf hochkarätigen Events. Das ist definitiv eine Aussage über unsere Gesellschaft.“

 

Wie gehen Sie damit um?

Ich finde, ein bisschen mehr Raum für Fantasie viel schöner. Man kann als Frau gerne sexy sein, und der Ausschnitt am Rücken kann besonders tief sein. Aber das Gift wird immer von der Dosis bestimmt. Ein richtiges No-Go gibt es für mich modisch allerdings nicht. Es kommt für mich immer auf den Anlass an. Wenn man zum Beispiel zu einer Hochzeit eingeladen ist, bei der alle Gäste weiß tragen sollten, würde ich niemals in einem roten Kleid erscheinen. Das ist eine Sache von Respekt.“

 

Wenn Sie gerne Hüte und Schuhe tragen, darf „Mann“ Ihnen dann auch Komplimente machen?

Ich bin mittlerweile auf jeden Fall empfänglich für Komplimente, auch wenn ich es erst habe lernen müssen, eine gewisse Bewunderung anzunehmen und dafür einfach nur Danke zu sagen. Es gibt wirklich tolle Männer, die ihre Komplimente auch ehrlich meinen. Ich bin aber natürlich auch für Kritik empfänglich, wenn sie konstruktiv und mir wichtig ist. Meine Devise lautet: Bitte nichts aufzwingen und auch nicht zu hart kritisieren

 

Fotos: © Boris Lajos

Text: © Wolfgang Wittenburg